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20.März 2018 | Händlerkritik an Plänen für Schlachthof

Händlerkritik an Plänen für Schlachthof


IG Innenstadt erwartet Kundenabwanderung

Altstadt/Stadtfeld-Ost (rs) l Die IG Innenstadt hat die Pläne für die Umgestaltung des alten Schlachthofes an der Liebknechtstraße erneut scharf kritisiert. Dort möchte eine Investorengruppe aus Thüringen das alte Gelände zu einem Zentrum für Gewerbe mit rund 4200 Quadratmetern Handelsfläche umgestalten.

IG-Innenstadt-Vorstandssprecher Arno Frommhagen: „Wir bleiben dabei: Der gültige Bebauungsplan sieht aus gutem Grund keine zusätzliche Nutzung mit innenstadtrelevanten Sortimenten vor. Ein Aufweichen des Bebauungsplanes und damit des Einzelhandelskonzeptes der Stadt hätte schwerwiegende Konsequenzen für den Bestand.“

„Politiker fallen auf Trick der Projektentwickler herein“

Investor Saller möchte auf der Fläche neben 130 Wohnungen auch 4200 Quadratmeter Einzelhandelsfläche ansiedeln.

Die Händler aus der Innenstadt weisen auf die aus ihrer Sicht gefährliche Situation hin, in der sich Magdeburg befinde. Laut des Immobilienanbieters Aengevelt liege Magdeburg schon heute mit 630 000 Quadratmetern Einzelhandelsfläche deutlich über dem Bundesdurchschnitt.

Arno Frommhagen: „Dummerweise fallen Politiker immer und immer wieder auf den alten Projektentwickler-Trick herein, denkmalgeschützte Objekte nur in Verbindung mit neuen Handelsflächen zu retten oder eigene Neubauprojekte zur Versorgung mit neuem Handel zu beglücken.“ Anstatt immer neue Flächen zu genehmigen, sollten Verwaltung und Politik die Realitäten sehen und der Rettung des innerstädtischen Einzelhandels Priorität geben. Nur er garantiere urbanes Leben zwischen Dom und Uniplatz, so Frommhagen.

Der Stadtrat entscheidet morgen auf seiner Sitzung (ab 14 Uhr, Rathaus) über das Vorhaben am alten Schlachthof in Stadtfeld.

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